Mehr Schein als Sein – die getürkte Digitalisierung

Jedes Unternehmen, das nicht in die digitale Transformation investiert, gilt derzeit als konservativ, rückständig und manchmal sogar als bereits gestorben. Wenn man die Politik reden hört, dann sollte man glauben, dass nur die Unternehmen überleben, die jetzt – und zwar genau jetzt! – auf die Digitalisierung setzen und sie in ihr Unternehmen bringen. Und bei einigen bricht dann die Panik aus – die Angst zu verlieren.

Eine Software – aber schnell!

Aus Angst wird Eifer, aus Eifer Übermut und aus Übermut manchmal blindes „Ich-muss-was-tun“. Für die Einführung einer sinnvollen und umfassenden Software-Lösung, die Prozesse unterstützt oder beschleunigt oder sogar Innovationen hervorbringt, ist besonders bei kleinen und mittelständischen Unternehmen oft kein Budget vorhanden. Aber wir müssen doch was tun! Da dann, holen wir uns ein Chat-System, was den Email-Verkehr überflüssig macht – Bingo! Oder eine Software zur Verwaltung von Verträgen, damit wir nicht mehr in Outlook Termine für Kündigungsfristen etc. pflegen müssen – Bingo!

Den Sinn verkannt

Nein, leider kein Bingo, sondern eher ein „Oh oh“ … denn hier wurde vor lauter Angst, Eifer, Übermut und „Ich-muss-was-tun“ blind eine Software organisiert in der Hoffnung, nun Teil der Digitalisierung zu sein, auf der trendigen Welle zu reiten, „In“ zu sein, das Unternehmen gesichert zu haben.

Doch wie bereits beschrieben, liegt der Sinn und Zweck der digitalen Transformation nicht darin, irgendeine Software einzuführen, nur damit man eine hat, sondern die Innovationen und Prozesse mithilfe von Software zu unterstützen.