Die Notwendigkeit neuer Kompetenzen in der IT

Diverse Studien greifen das Thema immer wieder auf. Der Branchenverband Bitkom teile vor fast einem Jahr im November 2014 mit, dass in Deutschland 41.000 IT-Spezialisten fehlen – 5% mehr als im Vorjahr. Hierunter fallen vor allem die Jobs, bei denen ein umfassender technischer Hintergrund unerlässlich ist. „Einen technischen Hintergrund sollte jeder IT-ler haben“ werden nun sicherlich einige von Ihnen denken. Und da gebe ich Ihnen absolut recht. Doch nach den Diskussionen, die auf unserem „1. Forum Digitale Transformation“ entbrannt sind als es um das Thema IT & Personal ging, möchte ich diese Aussage in Teilen in Frage stellen. Wir brauchen nicht darüber reden, dass jemand, der Software entwickelt, Cloud-Lösungen vertreibt oder Hardware entwirft, sich mit seiner Materie auskennen muss. Doch da vergessen wir andere, die mittlerweile mindestens genauso wichtig geworden sind.

Das vergessene Volk

Viele unserer Teilnehmer, die aus komplett unterschiedlichen Branchen kommen, haben festgestellt, dass es zwar schwer ist, gute Spezialisten zu bekommen, aber es ist möglich. Schwieriger ist es wohl jedoch, Personen zu finden, die das Bindeglied zwischen Technikern und Kunden bzw. Fachabteilungen bilden. Damit meine ich nicht reine Projektmanager, die die Termine im Blick halten und Pflichtenhefte verfassen, sondern Menschen, die sich gerne direkt mit dem Kunden auseinandersetzen, ihm zuhören, seine Probleme erfassen bzw. an den richtigen Stellen nachfassen können und dies den Spezialisten „im Hintergrund“ vermitteln können. Weder der Kunde noch die Fachabteilungen haben in den meisten Fällen einen IT-Hintergrund und können differenzieren, was sie wirklich brauchen. Diese Leute brauchen keinen Techniker, deren Antworten sie nicht verstehen und der im Gespräch bereits an die Hürden den Projektes denkt und die im schlimmsten Falle laut ausspricht bevor sie geprüft wurden.

Aber was brauchen wir?

Wir brauchen … ja, das ist eigentlich die Frage! IT-Hintergrund, ja. Kommunikationstalent, ja. Aber was noch? Ist ein Berufseinsteiger eher dafür geeignet als ein „alter Hase“, weil er noch nicht festgefahren ist und flexibler in der Denke? Oder hat jemand mit mehr Berufserfahrung einfach den den großen Vorteil, dass er schon ein Gespür für Menschen und Projekte entwickelt hat? Nimmt man lieber jemanden, der aus dem Fach kommt, aber nur oberflächliche Kenntnisse der Technik hat oder doch besser jemanden, der die Technik kennt, aber die Domäne nur am Rande?

Wie sehen Sie das?

Schreiben Sie uns, diskutieren Sie mit uns via Twitter, Facebook, Google+ oder gern auch in einem persönlichen Gespräch – aber diskutieren Sie mit uns! Wir möchten die Stimmung auffangen und benennen. Studien sagen viel, aber die Meldungen und Meinungen von Menschen sagen mehr.