Den Dienstleister zum Geburtshelfer machen

Öffentliche Bauprojekte, die stark im Argen liegen – wie der Flughafen Berlin oder die Elbphilharmonie – sind den meisten Deustchen bekannt. Die Tatsache, dass die Softwareprojekte der öffentlichen Hand meist noch sehr viel schlimmer dastehen ist jedoch den wenigsten im Bewusstsein. Dass Softwareprojekte teuer werden ist jedoch nicht nur ein Problem von Ämtern und Behördern, sondern auch von mittelständischen Unternehmen und Konzernen. So gab es zum Beispiel Artikel in Tageszeitungen, dass der Schiefstand beim Weltbild-Verlag zum Teil auch auf das interne SAP Projekt zurückzuführen ist. Bei vielen Projekten dieser Art explodieren die Kosten, weil man seine IT Dienstleister viel zu spät ins Boot holt.

Mit ausgezeichneten Entwicklern stellt man sicher, dass für Kunden eine Software auf aktuellem technologischen Stand und mit modernsten Methoden entwickelt wird, sodass diese über Jahre hinweg effizient betrieben werden kann. Doch auch wenn die Software noch so toll entwickelt wurde, ist es nicht die Codierung, die über den Erfolg oder Misserfolg einer Software entscheidet, sondern die Tätigkeiten, die vor und während der Entwicklung durchgeführt werden.

Ein wesentlicher Faktor ist die Beratungsleistung vor der Umsetzung, die Gespräche mit den Führungskräften und Fachabteilungen in den Unternehmen. Denn nur wenn eine Lösung von allen Anwendern akzeptiert wird, kann sie zum Wohle eines Unternehmens sinnvoll eingesetzt werden.

Oft ist es jedoch so, dass Kunden Kosten sparen wollen und den Dienstleister erst spät in das Entwicklungsprojekt integrieren und den Dienstleister nur als verlängerte Werkbank benutzen. Dies funktioniert solange man fundiertes IT Knowhow im Unternehmen hat und eine Strategie für die Umsetzung der Digitalisierung bereits aufgesetzt hat. Bei vielen mittelständischen Unternehmen ist dies jedoch nicht so und statt einer strategisch vernünftig ausgerichteten IT entsteht eine Flickschusterei mit einer Vielzahl von verschiedenen Technologien, die wenig oder gar nicht kompatibel sind. Dies erschwert und verteuert signifikant die Entwicklung, wenn man heute auf das Eine und Morgen auf das Andere setzt. Da ist das ersparte Geld und die Reduzierung des Dienstleisters als Werkbank ein sehr teurer Spaß.

Deshalb empfehle ich: Setzen Sie auf einen Dienstleister mit Beratungskompetenz und setzen Sie ihn so früh wie möglich als zusätzlichen Geburtshelfer im Projekt ein. Vorbedingung ist, dass Sie auf das Urteil des Dienstleisters vertrauen und dass dieser Ihnen nicht nur den einen alternativlosen Lösungsweg vorstellt, sondern auch unterschiedliche Lösungskonzepte mit ihren Vor- und Nachteilen vorstellt.

Bei unseren Kunden waren die Projekte am erfolgreichsten, in denen wir von Anfang an dabei waren und deren Erfolg wir von Anfang an mitgestalten konnten.